Das Krampfaderleiden ist eine Volkskrankheit

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11. Mai 2016

Gesunde Beine bis ins hohe Alter: Mit Sklerotherapie gegen Besenreiser und Krampfadern

Immer mehr Menschen werden immer älter – und natürlich möchten sie die gewonnenen Jahre bei bester Gesundheit genießen. Die steigende Lebenserwartung sowie die moderne Lebensweise führen jedoch dazu, dass Venenprobleme zusehends zum Thema werden. Mithilfe der seit Jahrzehnten bewährten Sklerotherapie lassen sich Besenreiser und Krampfadern schonend beseitigen und das Wohlbefinden der Betroffenen deutlich verbessern, wie eine Vielzahl wissenschaftlicher Studien und mehr als 150 Millionen erfolgreich behandelte Patienten beweisen.

Mit den Jahren nehmen gesundheitliche Probleme zu

In nur wenigen Generationen hat sich die Lebenserwartung der Deutschen mehr als verdoppelt: Im Durchschnitt werden Männer heute rund 78 und Frauen 83 Jahre alt. Wer die 65 bereits überschritten hat, kann sich sogar auf über 17 beziehungsweise 21 weitere Jahre freuen.1 Allerdings: Der Gewinn an Lebenszeit geht mit einer Zunahme altersbedingter, gesundheitlicher Probleme einher – darunter auch durch Venenschwäche ausgelöste Beinbeschwerden.

 

Den meisten älteren Menschen machen die Beine zu schaffen

Erste Anzeichen einer Venenschwäche machen sich vielfach schon in jungen Jahren bemerkbar. So wies in einer großen Studie jede(r) zweite Deutsche unter 20 Jahren bereits Besenreiser auf.2 Zu diesen bläulich-roten Venengeflechten an Ober- oder Unterschenkeln kommt es, wenn die Venen dem auf ihnen lastenden Druck nicht mehr gewachsen sind. Das Blut staut sich in den Gefäßen, erweitert diese und lässt sie sichtbar hervortreten – ein Vorgang, der die Venen auf Dauer schwer in Mitleidenschaft zieht und mit zunehmenden Beschwerden wie müden, schweren oder geschwollenen Beinen einhergehen kann. Es erstaunt daher nicht, dass bei den 60- bis 80-Jährigen die Mehrheit an größeren Krampfadern und Wasseransammlungen leidet sowie über wiederkehrende Missempfindungen, Schmerzen oder Krämpfe klagt.2,3,4 Auch die heute 59 Jahre alte Münchnerin Renate B. musste die Erfahrung machen, dass eine Venenschwäche sich verstärken kann: „Als ich Mitte 30 war, entdeckte ich die ersten Besenreiser an den Unterschenkeln. Mit jedem Lebensjahrzehnt wurden es dann mehr, bis ich meine Beine irgendwann gar nicht mehr zeigen wollte.“

 

Moderne Lebensweise fördert Venenleiden

Der Anteil an Patienten mit Venenerkrankungen steigt generell mit dem Lebensalter stark an. Zwar neigen Frauen aufgrund ihres lockerer vernetzten Bindegewebes mehr zu Besenreisern und Krampfadern als Männer, jedoch sind beide Geschlechter aufgrund unserer heutigen Lebensweise stark betroffen. Ob bei der Arbeit, vor dem Fernseher oder im Auto: Die Deutschen sind inzwischen Weltmeister im Sitzen. Durchschnittlich 7,5 Stunden verbringen Erwachsene hierzulande in dieser Position und die meisten von ihnen treiben zum Ausgleich kaum Sport.5 Vielmehr meiden viele von ihnen obendrein Treppen, wenn es einen Fahrstuhl gibt, und erledigen selbst kleine Besorgungen selten zu Fuß.6 Dabei wäre jeder Schritt Balsam für die Venen, da Bewegung die Wadenmuskulatur und Durchblutung der Venen verbessert. Darüber hinaus kann Bewegung Übergewicht entgegenwirken – einem weiteren Zivilisationsleiden,7 das gerade geschwächte Venen erheblich belastet. Keine Frage, dass mit einem immer früheren und häufigeren Auftreten von Besenreisern und Krampfadern zu rechnen ist, wenn sich der Bequemlichkeitstrend weiter fortsetzt.

 

Sklerotherapie bietet schmerzarme Behandlungsmöglichkeit

Auch Renate B. verbringt tagaus und tagein viele Stunden am Schreibtisch sitzend im Büro. Früher ging sie in ihrer Freizeit gern schwimmen – bis das Erscheinungsbild ihrer Beine sie daran hinderte. Daraufhin entschloss sie sich, endlich gegen ihre Besenreiser vorzugehen. Über kosmetische Gründe hinaus sprechen gesundheitliche Argumente dafür, Venenveränderungen nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Schließlich können jahrelang unbehandelte Krampfadern schwere Komplikationen wie offene Beine oder Thrombosen auslösen und besonders in fortgeschrittenem Alter die Lebensfreude und Beweglichkeit hemmen. Um dem vorzubeugen, besuchte Renate B. die Beinsprechstunde von Dr. Stephan Guggenbichler, AmbulantesBeinCentrum, München. Der Venenspezialist riet ihr zu einer Sklerotherapie. Sie gilt bei Besenreisern als Behandlungsmethode der Wahl und ist bei größeren Krampfadern eine gute Alternative zu den operativen Verfahren. Mithilfe einer feinen Nadel spritzt der Arzt ein Sklerosierungsmittel mit dem Wirkstoff Polidocanol in die veränderten Venen, die sich daraufhin verschließen und in den kommenden Wochen vom Körper abgebaut werden. Verglichen mit Laserbehandlung und Operation ist die Sklerotherapie von Krampfadern bei gleicher Wirksamkeit schmerzärmer. Da sie ohne Narkose oder chirurgische “Schnitte“ auskommt, können die Patienten gleich nach dem Termin wieder ihren gewohnten Tätigkeiten nachgehen.

 

Selbst für Hochbetagte ein schonendes Verfahren

In diesem Jahr feiert das Sklerosierungsmittel Polidocanol seinen 50. Geburtstag. Weltweit wurden im Laufe des vergangenen halben Jahrhunderts über 150 Millionen Menschen mit dem Arzneimittel von Besenreisern oder Krampfadern befreit. Zusätzlich wurden unzählige Studien veröffentlicht, welche die Wirksamkeit und Verträglichkeit belegen.Wie Renate B. profitiert inzwischen auch die wachsende Zahl älterer Frauen und Männer von den Vorteilen der Sklerotherapie. Hochbetagte leiden überdurchschnittlich häufig an Venenproblemen, können oder möchten sich aber aufgrund ihres Gesundheitszustands keine Operation zumuten oder fürchten, der Belastung nicht gewachsen zu sein. Neuere wissenschaftliche Untersuchungen haben sich speziell auf diese Patientengruppe konzentriert und herausgefunden, dass die Sklerotherapie bei fast allen Studienteilnehmern zu einer starken Linderung der Beinbeschwerden sowie einem deutlichen Gewinn an Wohlbefinden und Lebensqualität führte.9 Auch Renate B. fühlt sich wie verjüngt. Sie empfiehlt die Sklerotherapie Menschen jeden Alters, denen schöne und gesunde Beine wichtig sind und die wie sie selbst eine schonende Behandlungsmöglichkeit suchen. „Und wer weiß“, freut sie sich, „vielleicht gehe ich ja jetzt auch endlich wieder regelmäßig ins Schwimmbad“.

 

Nützliche Infos und Tipps zu Besenreisern und Krampfadern sowie den unterschiedlichen Behandlungsmöglichkeiten – einschließlich Sklerotherapie – finden Interessierte im Internet unter www.besenreiser-krampfaderfrei.de.

 

 

[1] Statistisches Bundesamt: Lebenserwartung für Jungen knapp 78 Jahre, für Mädchen rund 83 Jahre. Pressemitteilung vom 22. April 2015 – 143/15 (https://www.destatis.de/DE/PresseService/ Presse/Pressemitteilungen/2015/04/PD15_143_12621.html).

[2] Rabe E et al. Bonner Venenstudie der Deutschen Gesellschaft für Phlebologie. Epidemiologische Untersuchung zur Frage der Häufigkeit und Ausprägung von chronischen Venenkrankheiten in der städtischen und ländlichen Wohnbevölkerung. Phlebologie. 2003;32:1-14.

[3] Robert Koch-Institut (Hrsg.): Venenerkrankungen der Beine. Gesundheitsberichterstattung des Bundes, Heft 44, Mai 2009.

[4] Rabe E et al. Epidemiologie der chronischen Venenerkrankungen. Hausarzt 2003;11:1037-44.

[5] TNS Opinion & Social. SPEZIAL-EUROBAROMETER 334/Welle 72.3 „Sport und körperliche Betätigung“, Brüssel 2009/10 (http://ec.europa.eu/public_opinion/archives/ebs/ebs_334_de.pdf); Krug S et al. Körperliche Aktivität. Ergebnisse der Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland (DEGS1). Bundesgesundheitsblatt 2013 56:765–71 (http://edoc.rki.de/oa/articles/repRtQDxaXz2/PDF/29NRTMbhpOAI.pdf); Froböse I et al. Der DKV-Report „Wie gesund lebt Deutschland?“ 2015 (https://www.dkv.com/downloads/20150126-DKV-Report-2015-Wie-gesund-lebt-Deutschland.pdf).

[6] statistica: Umfrage zum Bewegungsverhalten der Deutschen im Alltag nach Altersgruppe im Jahr 2013 (http://de.statista.com/statistik/daten/studie/267449/umfrage/bewegungsverhalten-der-deutschen-im-alltag-nach-altersgruppe/).

[7] Mensink GBM et al. Übergewicht und Adipositas in Deutschland. Ergebnisse der Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland (DEGS1). Bundesgesundheitsblatt 2013 56:786–94 (http://edoc.rki.de/oa/articles/rec5I0tIFMfd2/PDF/23JuqX9byg62Q.pdf).

[8] Rigby KA et al. Surgery versus sclerotherapy for the treatment of varicose veins. Cochrane Database Syst Rev. 2004 Oct 18;(4):CD004980

[9] Gallucci M et al. Quality of life after treatment with ultrasound guided foam sclerotherapy in elderly patients affected by severe and invalidating CVI. Acta Phlebol 2011;12:83-9; Neto FC et al. Evaluation of quality of life and photoplethysmography in patients with chronic venous insufficiency treated with foam sclerotherapy. J Vasc Bra. 2015 Apr.-June;14(2):145-152.

Autor: mwo